Wärmebrücken und Kondensfeuchte
Thema des Monats
Wärmebrücken und Kondensfeuchte
Wärmebrücken sind Bereiche einer Gebäudehülle, die aufgrund zu geringen Wärmeschutzes erhöhten Wärmeabfluß aus dem Gebäude ermöglichen (erhöhte Wärmestromdichte). Der Abfluß der Wärme - daher auch nicht Kältebrücke - führt dann zur Abkühlung der inneren Bauteiloberfläche.

- konstruktive Wärmebrücke an einer Außenwandecke
Kommt es durch diese Abkühlung zur Unterschreitung der Taupunkttemperatur entstehen Tauwasserschäden (siehe Thema "Richtiges Lüften - Schimmel vermeiden"). Wird die Taupunkttemperatur nicht unterschritten, so können sich Wärmebrücken nach einigen Jahren trotzdem durch verstärkte Staubablagerungen und die damit verbundene dunkle Verfärbung abzeichnen.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei verschiedene Arten von Wärmebrücken:
1. solche die durch stoffliche Unterschiede im Bauteil unterschiedlich starken Wärmestrom hervorrufen z.B. Betonstütze in einer Mauerwerkswand; Beton- oder Stahlträgersturz eines Fensters in einer Mauerwerkswand; Fenster-und Türanschlüsse...
2. solche die durch Ihre Form zu erhöhtem Wärmestrom führen z.B. ausspringende Gebäudeecken; auskragende Balkonplatten; herausragende Wandvorlagen; Überzüge eines Flachdaches.
Teilweise sind die genannten Wärmebrücken natürlich nicht vermeidbar, entscheidend ist jedoch, dass sie erkannt werden und durch entsprechend verstärkte Dämmung neutralisiert werden. Entscheidend für die Erkennung sind einerseits die anerkannten Regeln der Bautechnik und Informationen aus der Fachliteratur sowie rechnerische Untersuchungen.



